Fleischbällchen, Tomatensauce und Dinkelreis

Bereits bei der Einführung der Beikost fand ich Faschiertes besonders praktisch als Fleischkomponente im Babybrei. Ich habe es gedünstet und dann gemeinsam mit dem Gemüsebrei püriert. Später waren dann Spaghetti Bolognese die Leibspeise unseres Löwen. Es gab dieses Gericht mind. einmal pro Woche. Bis er auf einmal keine Tomatensauce mehr mochte. Von heute auf morgen. Er hatte eine Phase, da wollte er alle Komponenten eines Gerichts getrennt serviert bekommen (ja vermutlich ist er einfach ein voller Trendsetter – das ist ja quasi das Prinzip aller Bowls *hahahaha*). Wenn ich wieder mal Spaghetti Bolognese probierte, saßen mein Mann, mein Bär und ich mit den vollen Tellern da. Der Löwe hatte aber nur einen Teller Nudeln.

Deshalb habe ich ziemlich rasch umdisponiert. Statt Spaghetti Bolognese gibt es seither bei uns Fleischbällchen mit Tomatensauce und Nudeln. Beim Löwen lasse ich dann die Tomatensauce weg. Er bekommt stattdessen ein paar Cocktailtomaten. Gerne variere ich auch die Sättigungsbeilage. Diesmal gab es zum Beispiel Dinkelreis (nach Packungsanleitung im Salzwasser kochen). Für die Kinder koche ich zusätzlich ein paar Nudeln dazu und sie bekommen beide Sättigungsbeilagen.

Mir waren Fleischbällchen vorher immer zu aufwendig. Wenn man es mit der Zubereitung einer Bolognesesauce vergleicht, ist es das auch, weil man natürlich die Bällchen formen muss und nicht nur das gesamte Faschierte in die Pfanne gibt. Dennoch geht es einfacher und schneller, als ich es mir immer gedacht habe. Ich brate jetzt auch genauso wie vorher Zwiebel an, gebe dieses gemeinsam mit einem Bio-Rinderfaschierten in eine Schüssel, salze es und gebe gegebenenfalls noch getrocknete Petersilie hinzu – sonst nichts (kein Mehl, kein Ei, keine Brösel, etc). Ich forme kleine Bällchen und brate diese dann in einer Pfanne von allen Seiten gut an. Wer möchte kann die Bällchen noch im Mehl wälzen, damit sie eine schöne Farbe bekommen. Das muss aber nicht sein.

Klare Vorteile der Fleischbällchen:

  • sie sind Fingerfood für die Kids, sie können sie in die Hand nehmen und davon abbeißen.
  • es gibt dabei auch kein Gemecker (sorry, dazu fällt mir kein passenderes Wort ein, es ist was es ist *hahaha*) bezüglich Fleischkonsistenz – weil sie einfach selbst kleine Stücke runterbeißen.
  • die gegessene Fleischmenge kann gut kontrolliert werden. Kinder essen ja ohnehin nicht gern Fleisch (also unsere zumindest nicht). Wenn sie zwei Stück von den Bällchen gegessen haben, bekommen sie dann mal wieder eine gute Portion Vitamin B12 und Eisen.

Schönen Abend, eure Vera

Fleischbällchen vom Biorind

Vorbereitungszeit15 Min.
Zubereitungszeit15 Min.
Arbeitszeit30 Min.
Portionen: 4

Zutaten

  • 600 Gr Faschiertes vom Biorind
  • 2 EL Rapsöl
  • 1 Stk. Schalotte
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 Prise Salz
  • 2-3 EL Mehl
  • 2 Tassen Cherry-Tomaten

Anleitungen

  • Schalotte und Knoblauch in wenig Rapsöl kurz braten. Fleisch in eine Schüssel geben. Angebratene Zwiebel und Knoblauch hinzu, Salzen und alles gut vermischen.
  • Mit der Hand Bällchen formen. Die fertigen Bällchen im Mehl wälzen und in Rapsöl anbraten bis die Bällchen Farbe annehmen und durchgegart sind. Die Tomaten waschen und zum Schluss noch kurz in der Pfanne mitbraten.

Tomatensauce

Zutaten

  • 1 Glas pürierte Tomaten (500 ml)
  • 1 Stk. rote Zwiebel
  • 2-3 Stk. Karotten
  • 1 Prise Salz
  • 1 Stk. Lorbeerblatt
  • 1/2 handvoll mediterane Kräuter (Oregano, Rosmarin, Thymian, Basilikum,..)

Anleitungen

  • Die Ziebel in einem festen Topf anbraten, Karotten waschen, schälen, raspeln und zu den Zwiebel geben. Kurz alles durchrühren. Das Glas pürierte Tomaten hinzu und die Gewürze zufügen. Kurz köcheln lassen.
  • Wer eine Parmesanrinde zuhause hat kann diese mitkochen. Die Karotten verleihen der Tomatensauce Süße und neutralisieren die Säure der Tomaten.


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