Kräuter-Gewürz-Salz à la Vera

Heute geht es mal um die nötige Würze in den Speisen.

Wie fühlt ihr euch nach überwürzten Gerichten? Und was definiert ihr als „überwürzt“. Ich denke hier hat jeder seine eigenen Geschmacksempfindungen und es liegt auch daran, wie viel oder wenig Würze man gewöhnt ist. Denkt mal daran, wie ihr heute euren Kaffee trinkt. Als ich in meiner Jugend anfing Kaffee zu trinken, begann ich mit Milch und Zucker. Kurze Zeit später ließ ich den Zucker weg und heute könnte ich mir Kaffee mit Zucker gar nicht mehr vorstellen. Wie ist das bei euch?

Und genauso ist es auch mit der Würze in Speisen. Ich mag Speisen, die nach den natürliche Zutaten schmecken.

Ihr habt doch sicher schon einmal (oder mehrmals) auswärts, in einem Restaurant, eine Gemüsecremesuppe bestellt. Erkennt ihr, um welche Suppe es sich handelt, ohne es zu wissen?

Und genau das meine ich – ich möchte, dass eine Kürbissuppe nach Kürbis schmeckt und ich das auch erkennen kann. Darüber hinaus, fühle ich mich damit viel wohler und fitter. Ich erkenne das daran, dass ich bspw. geschwollene Augen bekomme oder generell, im Gesicht „aufgedunsen“ wirke, wenn ich zu überwürzt esse. Aber wie gesagt, da hat bestimmt jeder eine eigene Toleranzgrenze. Ich würde euch einfach nur mal empfehlen, genau auf euren Körper oder auf den eurer Kinder zu achten, nachdem ihr viel Salz oder Geschmacksverstärker wie Glutamat gegessen habt. Wie geht es euch? Wie schaut euer Gesicht aus – merkt ihr eine Veränderung? Sind die Kinder recht aufgedreht?!

Auswärts kann man ohnehin nicht immer kontrollieren, was in dem Essen steckt, das man gerade zu sich nimmt. Und da wie so oft die Menge das Gift macht, verzichte ich bei den Speisen die ich zuhause koche, auf Zusätze aller Art. Ich habe mir bereits die unterschiedlichsten, gekauften Suppenwürzen angeschaut. Alle, die ich gesehen habe, kommen nicht ohne Zusätze aus. Selbst Bio-Produkte enthalten Zucker und Stärke. Auch ihr habt mir eure Produkte gezeigt, und da kam auch Glutamat als Hauptbestandteil vor. Das enthaltene Öl ist meist Palmöl. Viele von euch haben auch geschrieben, dass sie die Suppenwürze selbst herstellen. So mache ich es auch.

Eine selbstgemachte Kräuter-Gewürz-Salz-Mischung ist alles andere als ein Gift, sondern kann sogar sehr heilsam sein. Deshalb zeige ich euch jetzt folgend, was die Kräuter und Gewürze in meinem Salz alles leisten können:

1 TL Kräutersalz à la Vera

Thymian: Thymian wirkt desinfizierend und stärkt unsere Gesundheit. Das Trinken von Thymiantee hilft sowohl bei Mageninfekten, Durchfall oder Entzündungen des Darms. Außerdem beruhigt er die Bronchien im Fall einer Erkältung und lindert Husten. Ich gebe meinen Jungs bei Husten abends vor dem Schlafen noch eine Tasse davon. Das beschert meist ruhige Nächte. Weitere Anwendungsgebiete:

  • lindert Harnwegsbeschwerden
  • Das Trinken einer Tinktur kann Zahnfleischentzündungen lindern und auch bei Parodontose und Zahnschmerzen hilfreich sein.
  • gemeinsam mit Rosmarin ist Thymian Aufguss wirkungsvoll gegen Schuppen.

Petersilie: gilt als eines der besten Heilkräuter. Sie ist so vielseitig hilfreich, dass sie auf jeden Fall einen eigenen Blogbeitrag verdienen würde. Darum halte ich hier jetzt nur einen Auszug fest.

Petersilie wirkt entschlackend. Petersilie ist ein Diuretikum (bewirkt die gesteigerte Ausschwemmung von Harn). Dies aktiviert den Stoffwechsel, entlastet die Nieren und hilft der Leber beim Entgiften. Bei Fieber kann Petersilie durch die vermehrte Aussschwemmung von Giftstoffen die Temperatur sogar senken.

Majoran: Auch Majoran hilft der Leber bei ihrer Entgiftungsarbeit und unterstützt den Fettstoffwechsel. Majoran ist auch hilfreich gegen Völlegefühl. Er gilt auch als Aphrodisiakum. Dies steht damit in Zusammenhang, dass Majoran Nervosität, Angst, Wut und Trauer reduzieren kann, und man sich deshalb rundum wohler fühlt. Außerdem wirkt Majoran antioxidativ, antiseptisch und antibakteriell und wird auch bei Atemwegsbeschwerden eingesetzt.

Kümmel: die verdauungsfördernde Wirkung von Kümmel ist bekannt. Viele Säuglinge, die an der berühmten Drei-Monats-Kolik leiden, bekommen Kümmeltee zur Linderung.

Kümmel wirkt darüber hinaus auch bei Bronchitis, in dem er ein leichteres Abhusten bewirkt und die Lunge entschleimt. Kümmel gilt als natürliches Antihistaminikum.

Muskatnuss: überdosiert wäre die Muskatnuss schädlich, aber in den kleinen Mengen, in denen wir sie üblicherweise konsumieren, wirkt sie antibakteriell und hat auch andere gute Wirkungen:

  • lindert Brechreiz
  • unterstützt Milz, Magen, Dickdarm und den weiblichen Bauchbereich
  • reduziert Kopfschmerzen und hilft bei Migräne
  • blutreinigend

Kräuter-Gewürz-Salz à la Vera

Zubereitungszeit10 Min.

Zutaten

  • 2 EL getr. Petersilie
  • 2 EL getr. Thymian
  • 2 EL Majoran
  • 2 EL Salz, Fleur de Sal oder Kräutersalz ohne Zusätze!
  • 2 TL Kümmel
  • 1 TL Muskatnus

Anleitungen

  • Alle trockenen Zutaten in einem Glas vermischen, so hat man die passende Kombi immer gleich zur Hand.
  • Zusätzlich gebe ich dann in Suppen noch 1 EL Rapsöl, 1-2 Knoblauchzehen und 1 Schalotte – bei Cremesuppen püriere ich Knoblauch und Schalotte mit, in klaren Suppen lasse ich sie mitkochen und gebe sie vor dem Essen wieder heraus. In klare Suppe gebe ich auch viel Gemüse (gelbe und orange Karotten, Sellerie, Peterwurze,…). Auch das gibt viel Geschmack.
  • Das Fleur de Sal, das ich verwende ist ein Mediterranes. Es enhält neben Salz noch Rosmarin, Oregano, Thymian, Bohnenkraut und Majoran.
  • Generell ist diese Mischung eine gute Basis. Öl, Gemüse, Knoblauch, Schalotte und andere Kräuter könnt ihr hier noch nach Belieben zufügen.
  • Ich würde euch empfehlen, beim Würzen mit einer kleinen Portion zu beginnen, dann mal abzuschmecken und erst dann weiter würzen.
  • Die Mengenangabe ist schwierig zu definieren. Ich mache das meistens nach Gefühl. Also wenn ich für die Jungs zb. eine Buchstabensuppe mache, gebe ich ca. in einen Liter Wasser, 300g geschnittenes Gemüse, 1 EL Öl, 1 Schalotte, 1 Knoblauchzehe und 2 EL Kräuter-Gewürz-Salz à la Vera. Klare Suppen benötigen meiner Meinung nach mehr Würze als eine Gemüsesuppe, da bei der Gemüsesuppe der Geschmack ohnehin schon von viel Gemüse kommt.

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