Zimt

Zimt soll eines der ersten Güter in unserer Menschheitsgeschichte gewesen sein, das gehandelt wurde. Dafür spricht auch der Name des ältesten bekannten Handelsweges – dem Zimtweg. Früher war Zimt ein ganz besonderes Gewürz, das nur Göttern vorbehalten war.

Es gibt unterschiedliche Zimtarten. Sie unterscheiden sich nur geringfügig. In der Küche wird zum einen der echte Zimt – Ceylon Zimt – verwendet. Er ist aromatischer. Der Geschmack ist warm und angenehm süßlich. Daneben gibt es noch Cassia bzw. China-Zimt, welcher ein intensiveres, schärferes Aroma und weniger vollen Geschmack hat. Dieser ist auch billiger, weshalb er in fast allen verarbeiteten Speisen, die Zimt enthalten, verwendet wird.

Zimt enthält ua. den Duftstoff Cumarin. In geringen Mengen ist dieser Stoff unbedenklich. Konsumiert man größere Mengen, kann er aber Kopfschmerzen oder Schwindel hervorrufen. Außerdem wurde er in Zusammenhang mit Schädigungen der Leber und Niere gebracht. Cassia Zimt enthält mehr Cumarin, weshalb es gerade wenn Kinder im Haus sind, besser ist, gleich den höherwertigeren Ceylon Zimt zu kaufen.

Folgend findet ihr ein paar Beispiele, welche Wirkung Zimt auf unseren Körper hat:

  • belebt den Blutkreislauf. Ich habe ja ganz oft kalte Hände und Füße, Zimt soll dieses Problem beheben.
  • lindert Menstruationsbeschwerden. Hilft auch bei Zwischenblutungen oder einer zu schwachen Menstruation.
  • regt die Verdauung an. In der Zimtrinde ist ein ätherisches Öl enthalten, welches die Bildung von Magensäften fördert.
  • lindert die Beschwerden bei Durchfall, Erbrechen, Übelkeit oder Entzündungen der Magen-Darm-Schleimhaut
  • Antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung, bei Grippe und Bronchitis gegen Viren, auch bei Entzündungen des Nasenbereichs (am besten das ätherische Öl inhalieren – darf aber nicht direkt auf Körper oder Schleimhäute kommen). Sehr empfehlenswert gerade bei der aktuellen Krankheitswelle.
  • gilt außerdem als Aphrodisiakum.
  • Diabetes – hier hat Zimt sogar anscheinend eine unterstützende Wirkung. Zimt enthält MHCP, welches die Wirkung von Insulin kopiert. MHCP wirkt unterstützend auf den Zuckerstoffwechsel, in dem es dafür sorgt, dass der Zucker schneller aus dem Blut in die Zellen gelangt. Dh. es findet die Regulierung des Blutzuckerspiegels auch statt, wenn eigentlich nicht genügend Insulin produziert wird.

Es ist wirklich immer wieder spannend, sich mit der Wirkung unserer Lebensmittel zu beschäftigen und zu sehen, was sie alles können. Empfehlenswert ist also, beim Einkauf zu Ceylon Zimt zu greifen, auch wenn es ein bisschen teurer ist. Empfohlen wird auch auf Biologischen Anbau zu achten. Bei konventionellen Plantagen werden große Mengen an chemischen Mitteln eingesetzt. Die Wirkstoffe von Zimt können sich dadurch nicht vollständig bilden und außerdem können Pesizide enhalten sein. Eine helle Farbe spricht für hohe Qualität. Für eine dunklere Farbe können Schwermetalle verantwortlich sein.

Ein toller Snack muss nicht immer aufwendig sein. Meine Kinder lieben bspw. Apfelstücke mit Zimt, Kokos und ein paar Spritzern Zitronensaft. Sehr lecker, kein Zucker, alles natürlich, clean und in der richtigen Qualität auch noch sehr gesund. Da können sie ordentlich zugreifen.

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